Ministerin v.d. Leyen mit Doppelmoral in der Jugendpolitik

Von der Leyen ohne Herz für Jungs?
MANNdat-Befürchtung bestätigt: Schutz vor Diskriminierung gilt nicht für Jungen
Vor wenigen Wochen hat MANNdat die Befürchtung geäußert, die Implementierung der Antidiskriminierungsstelle im Frauenministerium könne zu einer Festzementierung der Diskriminierungen von Jungen und Männern führen. Jetzt scheint gerade die Jugendministerin diese Befürchtung zu bestätigen.

»Ich finde es nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen.« meint Ministerin von der Leyen in der Berliner Zeitung vom 29.09.06. Mit dieser als Toleranz maskierten Gleichgültigkeit gegenüber der Bildungsdiskriminierung von Jungen macht von der Leyen klar: Auch in ihrer Funktion als Jugendministerin ist und bleibt sie Frauenministerin.

Frau von der Leyen ist nicht nur Bundesjugendministerin, sondern auch Chefin des Ministeriums der Antidiskriminierungsstelle und der Gleichstellungspolitik in Deutschland. Das sind gleich drei Gründe, die Frau von der Leyen bewegen müssten, die Bildungsdiskriminierung von Jungen zu bekämpfen. »Wenn es den Mädchen schlechter gehen würde, krähe kein Hahn danach«, rechtfertigt die Bundesjugendministerin ihre Verharmlosung der Bildungsdiskriminierung von Jungen. Offensichtlich hat Frau von der Leyen 30 Jahre Geschlechterpolitik verschlafen. 30 Jahre, in denen Mädchen intensiv gefördert wurden, um ihre Zukunftsperspektiven zu verbessern. 30 Jahre, in denen aber auch die Jungen soweit vernachlässigt und ausgegrenzt wurden, dass wir sie heute völlig aus den Augen verloren haben.

Diese Doppelmoral lässt vermuten, dass die Geschlechterpolitik immer noch vorrangig von feministischen Revanchegedanken getragen wird. Die Leidtragenden sind die Jungen, weil sich die Jungenpolitik nach wie vor im Wesentlichen auf Sanktionierung, Beschämung und Zurechtweisung beschränkt. Die zunehmende Bildungsdiskriminierung von Jungen wird nicht als Problem gesehen, sondern als erfreuliche, positive Rückmeldung einer Geschlechterpolitik, die sich auch trotz PISA-Studie und Shell-Jugendstudie nach wie vor nahezu ausschließlich auf die »Frauenfrage« beschränkt.

Schlafen Sie gut, Frau von der Leyen!


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