E-Mail an Ministerin Wieczorek-Zeul
Die E-Mail, gesendet am 12. Jan. 2005:
Sehr geehrte Frau Wieczorek-Zeul,
wir freuen uns, daß in unserem Land eine große Hilfbereitschaft für die Opfer der Flutkatastrophe entstanden ist. Auch die Entscheidung der Regierung, 500 Mio. Euro aus Steuergeldern zu verwenden, findet unsere Unterstützung.
Wir schämen uns jedoch, wenn Sie als Bundesministerin vor der Weltöffentlichkeit verkünden, diese Gelder vorrangig für Frauen und Kinder einsetzen zu wollen.
Wir finden es unpassend, dass Sie die Katastrophe nutzen, um die Opferambivalenz der rot-grünen Regierung zu bestätigen. Wir verstehen die vorrangige Hilfe für Kinder, die nachragigen Hilfe von betroffenen Männern gegenüber Frauen halten wir für sexistisch.
Sind Männer keine Menschen?
Sind sie als Opfer nicht genauso unterstützenswert wie Frauen?
Warum sind Männer Ihnen weniger wert?
Oder wollen Sie Frauen deshalb vorrangig unterstützen, weil Sie ihnen weniger Kompetenz zutrauen?
Gleich wie, Ihre Äußerung ist unangemessen und diskriminierend.
Mit freundlichen Grüßen
MANNdat - Geschlechterpolitische Initiative e.V.
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PS: Diese eMail wird im Internet veröffentlicht, eine etwaige Antwort ebenfalls, wenn nicht begründet widersprochen wird.
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