An die CDU
An die CDU, 30. 11. 04
Sehr geehrter Herr Schmidt, sehr geehrte Frau Widmann-Mauz,
wir danken Ihnen für Ihre Rückantwort auf unser Schreiben vom 07.10.04.
Wir sind irritiert, dass wir eine Antwort bekommen, die ausschließlich die Bedürfnisse weiblicher Soldaten darlegt, obwohl wir gezielt nach der Berücksichtigung der Bedürfnisse männlicher Soldaten gefragt hatten.
Wir können nicht erkennen, dass die Verantwortlichen die legitimen Interessen männlicher Soldaten ausreichend würdigen. So hat das Ergebnis einer anonymen Befragung von Wehrpflichtigen im Rahmen der Pilotstudie zur Gewalt gegen Männer klar ergeben, dass sich Wehrpflichtige in erheblichem Maß Gewalt ausgesetzt fühlen. Trotzdem kann man diesbezüglich kein annäherndes Engagement bei den Verantwortlichen erkennen, wie bei der Einführung der Frauenquote und der speziellen Frauenvertretungen. Es ist bezeichnend, dass während alle bestrebt sind, Soldatinnen bevorzugt befördern zu lassen unterdessen nur zufällig Misshandlungsvorwürfe an männlichen Soldaten an die Öffentlichkeit kommen.
Mit freundlichen Grüßen
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