Anfrage an die ARD zu ihrer mangelhaften Berichterstattung

Die E-Mail-Anfrage an die ARD (18.09.03)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben am 16.09.03 abend im Fernsehen Ihre Nachrichten gesehen. Darunter war auch ein Bericht über den Bildungsstand in Deutschland auf Grund der Veröffentlichung des neuen OECD-Berichtes. In Ihrem Bericht wurde überraschender Weise kein einziges Wort darüber verloren, dass insbesondere die Jungen die großen Verlierer der deutschen Bildungspolitik sind. Die PISA-Studie hat schon 2000 gezeigt, dass Jungen in Deutschland größere Kompetenzdefizite im Lesebereich aufweisen als Mädchen im mathematischen Bereich, Bildungsexperten sorgen sich zunehmend um die Schulleistungen von Jungen. Aber auch die Schulleistungen der Jungen ließen drastisch nach.

Deshalb empfieht die PISA-Studie ja auch eindringlich, sich mehr um die schlechteren Schulleistungen der Jungen zu kümmern. Sehen Sie hierzu auch den Artikel in www.welt.de/data/2003/09/16/169499.html?prx=1.

Uns ist nicht verständlich, weshalb Sie diese wichtigen Informationen vorenthalten. Uns ist früher auch schon bei Ihrer Berichterstattung über die Arbeitslosigkeit aufgefallen, dass die höheren Arbeitslosenquoten der Männer im Vergleich zu den Frauen nie erwähnt werden. Früher als es umgekehrt war, wurde regelmäßig auch auf diesen Umstand hingewiesen.

Wir sehen hier eine auf weibliche Benachteiligungsfelder ausgerichtete Einseitigkeit der Berichterstattung, was wir für eine öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt unpassend halten.

Für eine Antwort wären wir Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Hinweis: Diese Anfrage wird auf "http://www.manndat.de" veröffentlicht. Wir gehen davon aus, dass Sie gegen eine Veröffentlichung einer eventuellen Antwort von Ihnen ebenda keine Einwände haben.

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